Simulation von Fasern, Gewirken und Gestricken – die Mathematik in Technischen Textilien

Presseinformation / 22.9.2017

Das Leistungszentrum Simulations- und Software-basierte Innovation veranstaltete am Fraunhofer-Zentrum den Industrieworkshop Digitale Technologien für Fasern, Vliesstoffe und technische Textilien. Er bot zwei Tage lang Fachleuten aus industrieller Entwicklung und anwendungsnaher Forschung die Gelegenheit zum praxisnahen Austausch.

Gruppenbild Industrieworkshop
© Foto ITWM

Gruppenbild Industrieworkshop Digitale Technologien für Fasern, Vliesstoffe und technische Textilien.

Neuere Entwicklungen wie die Kopplung von Simulationstechniken zur rechnergestützten Untersuchung der Auswirkungen des Herstellungsprozesses auf die Produkteigenschaften stehen dabei im Vordergrund. In gleichem Maße war es ein wesentliches Ziel des Workshops, die Sicht von Expertinnen und Experten aus der Industrie hierzu in den Fokus zu rücken. Dies leisteten die interessanten Vorträge von Vertretern führender Unternehmen auf dem Gebiet der Vliesstoffe und Technischen Textilien wie BJS Ceramics, BSN medical, Sandler, OLU-Preg Composite Group, Oskar Dilo Maschinenfabrik oder MANN+HUMMEL.

 

Simulationstechnologien mit vielen Anwendungen

Die Titel der sechs Sessions lassen erahnen, dass das Themenspektrum der Vorträge so breit war wie die Anwendungsgebiete der Simulationstechnologien: Faserspinnen, Technische Textilien, Faserprozesse, Vliesstoffe, Filtration, textile Verbünde.

Die Workshop-Teilnehmer beschäftigten sich beispielsweise mit der Entwicklung neuer keramischer Fasern, der Simulation und Optimierung von Vernadelungsprozessen und der virtuellen Entwicklung von Filtermedien. Auch die rechnergestützte Charakterisierung der Mikrostruktur von Faserverbundwerkstoffen und die virtuelle Auslegung textilverstärkter Verbundwerkstoffe spielten eine Rolle.

 

Was fehlt noch? Und was muss verbessert werden?

Sowohl in den Vorträgen als auch in den Diskussionen wurden folgende Fragen erörtert: Wo werden digitale Technologien für diese Anwendungsgebiete bereits erfolgreich eingesetzt? Wo besteht Verbesserungsbedarf? In welchen Bereichen der Innovation und Produktoptimierung fehlen maßgeschneiderte computergestützte Methoden derzeit noch?

 

Mehr Infos zum Programm auf der Veranstaltungsseite