Fort- und Weiterbildung  /  11.7.2018  -  12.7.2018, 09.00 bis 17.00 Uhr

Kurs »Reden im Gegenwind«

Der eine erstarrt auf Konferenzen bei einer schwierigen Frage nach dem Vortrag. Die andere findet in kontroversen Diskussionen während des Meetings keine Worter. Wieder andere fürchten sich davor, notwendige Grenzen zu setzen oder sachliche Kritik zu äußern. Die Ursache ist fast immer Unsicherheit: Gerade sehr leistungsstarke junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben Sorge, dass sie in Situationen wie den genannten einen unprofessionellen Eindruck hinterlassen, zu selbstbewusst oder gar arrogant wirken könnten. Viele wollen auch vermeiden, jemanden unwillentlich zu brüskieren. 

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler kommunizieren oft konsensorientiert und vernachlässigen dabei, sich Respekt zu sichern. Doch nur, wer seinen Anspruch auf eine Position in der sozialen Hierarchie geltend macht, wird für souverän und kompetent gehalten. Wer das nicht tut, riskiert Erfolg und Aufstiegschancen. 

Dieser Workshop liefert ein gut anwendbares Know-how im Bereich der Statuskommunikation. Die Teilnehmenden lernen, in schwierigen Situationen ihre eigenen Handlungsspielräume zu analysieren und die jeweils für sie passende Strategie auszuwählen. Kommunikationsziele im Arbeitsalltag, bei Kunden und auf Konferenzen lassen sich so selbstbewusst, angemessen und wirksam verfolgen. Die Beziehung zu den Kommunikations­partnern bleibt dabei erhalten oder verbessert sich sogar. 

Die Veranstaltung orientiert sich bewusst an den Anliegen der Teilnehmenden. Diese bilden den Mittelpunkt des Trainings und den Ausgangspunkt für die Strategieentwicklung. Dazu wird es etwa eine Woche vor der Veranstaltung eine Vorabfrage geben. 

Inhalt

Themenwelten für Fälle der Teilnehmenden sind erfahrungsgemäß:

Meetings, Verhandlungen, professioneller Kontaktaufbau und -pflege, heikle Gespräche, Konfliktlösung in überschaubaren Fällen, "Nein" sagen, Konferenzkommunikation, Verhandlung, Kooperationen, positive Sichtbarkeit im Team, schwierige Führungsaufgaben bewältigen

Theoretische Module: Statuskommunikation, Rhetorik, Kommunikationsstrategien, Bausteine aus der Kommunikations- und Persönlichkeitspsychologie

Sollte der Zeitrahmen nicht hinreichend sein, um alle geschil­derten Fälle zu bearbeiten, wählen die Teilnehmenden in einem Abstimmungsverfahren die Reihenfolge der Anliegen aus.