Fortbildung  /  3.5.2016, 09.00 bis 17.00 Uhr

Kurs »Story Slicing - Strukturierte Kommunikation zwischen Product Owner und Entwickler«

User Stories haben als Formulierung von Anforderungsinkrementen in der agilen Softwareentwicklung weite Verbreitung gefunden. Sie sind klein und werthaltig. Doch leider sind sie aus Sicht der Codierung wenig konkret. User Stories geben keinen Hinweis auf ihre Umsetzung. User Stories sind nach der Umsetzung im Code nicht mehr zu finden. Beides begrenzt die Produktivität der Codierung und die Wandlungsfähigkeit des Codes.

Doch das muss nicht so sein. User Stories können sehr leicht „besser verdaubar“ für die Codierung gemacht werden. Anhand einer überschaubaren „Checkliste“ können Product Owner und Entwickler gemeinsam User Stories durch feineres Schneiden an konkrete Codeartefakte binden. Direkt aus dem Gespräch mit dem Product Owner ergeben sich auf diesem Weg wertvolle Hinweise für die Softwarearchitektur. Der Product Owner leitet sogar gewissermaßen den Codeentwurf an.

Selbstverständlich muss dafür kein Product Owner zum Entwickler werden. Der Charme der „Checkliste“ besteht darin, dass sie als Schnittstelle zwischen Anwender und Code für beide Seiten anschlussfähig ist. Niemand muss sein vertrautes Terrain verlassen – und doch wird eine bessere Verbindung hergestellt. Das Geheimnis besteht in einem systematischen Mapping zwischen anwenderrelevanten Konzepten und programmiersprachlichen Konstrukten.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich gleichermaßen an Product Owner wie Entwickler. Vorteilhaft wäre es sogar, wenn beide aus demselben Team daran teilnehmen würden. In Diskussionen und Übungen lernen sie dann schon während des Workshops, eine gemeinsame Sprache zu sprechen.

Ziel

Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Product Owner und Entwickler flüssiger zu machen, die Klarheit über die umzusetzenden Anforderungen für die Entwicklung zu erhöhen, den Weg zu lauffähigem Code zu verkürzen sowie Feedback schneller und in kleineren Dosen einholbar zu machen.

Methode

Der Workshop vermittelt eine Methode, die allein mit „Stift und Papier“ angewendet werden kann. Teilnehmer müssen also kein Laptop mitbringen. Aufmerksamkeit und Offenheit, auch tief sitzende Gewohnheiten zu hinterfragen, sind ausreichend.

Stichworte zum Lernstoff Die Anforderung-Logik-Lücke
Die 3 Phasen der Softwareentwicklung
Softwareentwicklung als optimierbarer Produktionsprozess betrachtet
Story Slicing: Mit einer „Checkliste“ User Stories für die Codierung vorbereiten
Verständliche Grobarchitektur mit Softwarezellen
Kleinschrittiges Feedback mit Prüfständen
Ansatzpunkte für automatisierte Akzeptanztests ermitteln