Leistungszentrum als Partner mit an Bord

Ideenwettbewerb: TU Kaiserslautern für internationales Forschungsmarketing ausgezeichnet

Presseinformation / 6.12.2016

Beim Wettbewerb der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Internationales Forschungsmarketing“ konnte die TU Kaiserslautern mit ihrer Idee überzeugen. Sie wird dafür mit dem 75.000 Euro dotierten „Start-up“-Sonderpreis ausgezeichnet. Das neue Konzept sieht vor, 30 internationale Nachwuchswissenschaftler auf den Campus einzuladen. Zusammen mit hochkarätigen Forschern der TU sollen sie kleine Teams bilden. Ziel ist es, gemeinsam Fördergelder für Forschungsprojekte einzuwerben und dass sich die Gastwissenschaftler auf freie Post-Doktoranden-Stellen an der TU bewerben. Am neuen Programm ist zudem das Kaiserslauterer Leistungszentrum Simulations- und Software-basierte Innovation beteiligt.

Wie lockt man die besten Köpfe aus dem Ausland an eine deutsche Universität? Mit dieser Frage hat sich die TU Kaiserslautern beschäftigt und das Programm "Kaiserslautern Research Matching (KAREMA) – Meet First Class Scientists for First Class Funding" auf die Beine gestellt. Damit soll die TU Kaiserslautern als internationaler Forschungsstandort bei hoch qualifizierten Forscherinnen und Forschern aus aller Welt noch bekannter werden.

Das Angebot richtet sich an insgesamt 30 Post-Doktoranden aus dem Ausland. Sie können sich bei zweiwöchigen Aufenthalten in Kaiserslautern jeweils einen Überblick über die Forschungsarbeiten aus einem der drei Bereiche Optik und Materialwissenschaften, mathematische Modelle in den Ingenieurwissenschaften sowie Systembiologie und Biotechnologie verschaffen. Während ihres Aufenthalts steht ihnen ein hochkarätiger Forscher der TU zur Seite. In einem interdisziplinären Kolloquium erhalten sie zudem Einblick in die deutsche Wissenschaftskultur. Ziel ist, dass sich die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler im Anschluss auf freie Post-Doktoranden-Stellen an der TU bewerben und gemeinsam mit den renommierten Wissenschaftlern der TU Anträge für Forschungsprojekte stellen. Erste Kandidatinnen und Kandidaten sollen im Sommer nächsten Jahres nach Kaiserslautern kommen.

Kooperation mit Leistungszentrum  

Koordiniert wird das Programm vom Referat für Forschung und Nachwuchsförderung der TU Kaiserslautern. Dabei kooperiert es eng mit dem Leistungszentrum Simulations- und Software-basierte Innovation, das seinen Sitz am Fraunhofer-Zentrum nahe des Unicampus hat und als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fungiert.

Universitätspräsident Professor Dr. Helmut J. Schmidt zeigt sich erfreut über das gute Abschneiden bei diesem Ideenwettbewerb: „Internationalität wird auf dem Campus groß geschrieben. Seit Jahren arbeiten wir in zahlreichen Projekten mit internationalen Partnern zusammen. Auch im grenzüberschreitenden Hochschulverbund Universität der Großregion wird Internationalität gelebt. Es ist daher eine tolle Auszeichnung, dass wir mit unserem Konzept zum internationalen Forschungsmarketing überzeugen konnten.“ Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Vizepräsident für Forschung und Technologie, ergänzt: „Wir freuen uns sehr über diesen Preis. Vor allem da der internationale Wettbewerb um die besten Köpfe gerade für eine junge Universität mittlerer Größe anspruchsvoll ist. Um den Forschungsstandort Kaiserslautern international noch sichtbarer zu machen, müssen wir neue Wege gehen. Unser Programm ist ein wichtiger weiterer Schritt in diese Richtung.“

Der „Start-up“-Sonderpreis wird von der DFG im Rahmen der „Research in Germany“-Initiative aus Sondermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert. Er wurde in diesem Jahr erstmals ausgeschrieben. Der Incoming- und der starke Service-Ansatz des Kaiserslauterer Konzepts könne nach Ansicht der Jury modellhaft und eine gute Strategie für andere Standorte sein. Die Preisverleihung findet am 16. Februar 2017 in Potsdam statt.

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